Die Ampeln in der Kurfürsten- und Richard-Boljahn-Allee sind gerechtfertigt, weil sie versehrten Fußgängern eine barrierefreie Überquerung ermöglichen. Auch Politiker und Anwohner haben immer wieder betont, dass die Ampeln ausschließlich diesem Zweck dienen. Wegen dem hohen Querungsbedarf beim Vahrer See sollte daher eine vierte Ampel eingerichtet werden.
Die Herabsetzung des Tempolimits von 70 auf 50 km/h ist jedoch für den genannten Zweck der Ampeln nicht erforderlich. Die Verwaltungsvorschrift der StVO sieht sogar ausdrücklich die Möglichkeit vor, auf innerörtlichen Straßen höhere Geschwindigkeiten zu erlauben:
Zitat aus der VwV-StVO zu Zeichen 274: “Innerhalb geschlossener Ortschaften kommt eine Anhebung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf höchstens 70 km/h grundsätzlich nur auf Vorfahrtstraßen (Zeichen 306) in Betracht, auf denen benutzungspflichtige Radwege vorhanden sind und der Fußgängerquerverkehr durch Lichtzeichenanlagen sicher geführt wird. Für Linksabbieger sind Abbiegestreifen erforderlich.”
Diese Voraussetzungen sind für diese Straße erfüllt. Ich appelliere deshalb an die Behörden, die Erhöhung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit (auf 60 oder 70 km/h) zwischen Kirchbachstraße und A27 zu prüfen und ggf. die Ampelschaltungen anzupassen.

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